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neueste Betrugsopfer-Rundmail

28.08.2015

liebe Verwandte, liebe Freunde, liebe LeserInnen meiner Betrugsopfer-Rundmails,

im aktuellen Stern-Sonderheft "crime" ist die Jochen-Geschichte erschienen. Wer mag, kann sie hier lesen - einfach auf das Bild klicken, dann wird es ganz groß.

Warum mache ich das?

Warum versuche ich, Öffentlichkeit für das Thema zu schaffen?

Warum lasse ich es nicht „endlich einfach“ hinter mir?

Das hat mehrere Gründe.

Erstens reichen die Folgen bis in die Gegenwart und werden über Generationen spürbar sein.

Zweitens habe ich das verwirrende Betrugsgeschehen verstanden und fühle mich verantwortlich, andere Menschen daran teilhaben zu lassen. In diesem Sinne möchte ich das UNVORSTELLBARE  vorstellbar machen.

Mit einem netten jungen Nachbarn kam ich gestern in ein kurzes oberflächliches Gespräch über Betrug. Bei diesem Stichwort kam sofort, wie aus der Pistole geschossen, wie auswändig gelernt

„dazu gehören immer zwei – einer, der betrügt und einer der ...“

… betrogen wird?

… sich betrügen lassen will?

Ich unterbrach. „Nein. Dazu gehört ein einziger Betrüger, der mit unvorstellbar destruktiver Phantasie Schaden anrichtet, skrupellos Existenzen vernichtet!“

Wenn ich hoch rechne, was ich im Lauf der Jahre von Betrugsopfern jeglicher „Sorte“ mitbekommen habe, ist meine grobe Schätzung folgende:

Betrüger wie „mein“ Jochen produzieren im Laufe ihres Lebens ca. 100 schwer geschädigte Opfer (Zerstörung von Existenzen) und ca. 1000 mit weniger schweren Schäden (Verluste).

Die Opfer schweigen. Das ist der Schutz der Täter: sie können weiter machen.

Ich möchte aufdecken, wie sie zerstören.

Das ist hoffentlich ein wenig Hilfe und Unterstützung für Opfer.

Und hoffentlich hindert es die Täter ein wenig in ihrem Zerstörungswerk.

Gleichzeitig habe ich Angst.

Solange ich nicht effektiv bin, störe ich sie nicht.

Sollte ich jedoch effektiver werden, müsste ich Rache fürchten.

„Was sollen sie denn schon machen ...“ meinte eine Freundin arglos. Nach einer Weile erkannte sie dann: „wenn so jemand dir schaden will, wird er Wege finden, dir zu schaden!“ ja, so einfach ist das leider.

Diesmal war ich mutig und habe an dem Artikel mitgewirkt.

Mit den besten Wünschen und vielen Grüßen!

Hedwig


P.S. letztes Jahr habe ich ein Sachbuch zum Thema verfasst. Ich bin froh, dass ich soweit gekommen bin. Inhaltlich bin ich zufrieden und finde, das Thema ist umfassend dargestellt. Für einen Lektor hatte ich kein Geld, so gibt es kleine formale Unvollkommenheiten - ich bitte, sie zu verzeihen. Ich freue mich über feed-backs, die sammle ich für eine nächste überarbeitete Auflage! Hier weitere Infos:


DAS BUCH ZUM THEMA

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